Leerstand in der Nebenkostenabrechnung: Wer zahlt was?

Steht eine Wohnung leer, trägt der Vermieter deren Nebenkosten. Wie Sie Leerstand sauber abrechnen und warum die übrigen Mieter dadurch nicht mehr zahlen dürfen.

Redaktion Nebenklar · 15. Oktober 2026

Steht eine Wohnung leer, trägt der Vermieter ihren Anteil an den Nebenkosten. Die übrigen Mieter zahlen nur ihren eigenen Anteil, auch wenn dadurch beim Vermieter Kosten hängen bleiben.

Stand: Oktober 2026. Rechtsgrundlagen wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung geprüft, bitte beachten Sie spätere Gesetzesänderungen.

Wer zahlt die Nebenkosten bei Leerstand?

Der Vermieter. Der Umlageschlüssel richtet sich nach der Gesamtfläche des Hauses, nicht nach den vermieteten Flächen. Kosten, die auf die leere Wohnung entfallen, bleiben deshalb bei Ihnen.

Wie rechne ich Leerstand in der Abrechnung?

  1. Gesamtkosten je Kostenart durch die gesamte Wohnfläche teilen.
  2. Für jeden Mieter nur den Anteil seiner Fläche und seiner Mietzeit berechnen.
  3. Den Rest als Leerstandsanteil beim Vermieter lassen.

Gibt es Ausnahmen?

Verbrauchsabhängige Kosten, die erst durch die Nutzung entstehen, fallen bei Leerstand gar nicht an. Grundkosten wie Grundsteuer oder Versicherung laufen weiter und gehen zu Ihren Lasten.

Häufige Fragen

Wer zahlt die Nebenkosten für eine leerstehende Wohnung?
Der Vermieter. Kosten, die auf leerstehende Wohnungen entfallen, dürfen nicht auf die übrigen Mieter verteilt werden.
Wer bekommt die Abrechnung, wenn der Mieter mitten im Jahr auszieht?
Jeder Mieter bekommt eine Abrechnung für seinen Zeitraum. Die Kosten werden tagesgenau verteilt, bei Heizkosten ist eine Zwischenablesung üblich.
Was muss in einer Nebenkostenabrechnung mindestens stehen?
Die Gesamtkosten je Kostenart, der Verteilerschlüssel mit Erläuterung, der Anteil des Mieters, die Vorauszahlungen und das Ergebnis als Nachzahlung oder Guthaben.

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